CDU erinnert Bürgermeister an Wahlversprechen
„Ein Bürgermeister ist natürlich kein Zauberer. Er kann kein Kino herbeizaubern, wenn sich kein Betreiber dafür findet. Aber die Chancen, die wir haben, müssen wir konsequenter nutzen.“ Mit dieser Aussage hatte Christian Pospischil im Wahlkampf für sich geworben. „Daran erinnere ich ihn jetzt gerne, wo sich tatsächlich die Chance auf ein Kino in Attendorn ergibt“, sagt sich Sebastian Ohm, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes.
„Es gibt einen Betreiber, der sogar 180.000 Euro von der Filmförderungsanstalt des Bundes bekommt. Das ist der Höchstbetrag, den die Filmförderungsanstalt vergibt. Eine solche Summe erhält man bestimmt nicht, wenn kein tragfähiges Konzept vorliegt“, ist sich der Christdemokrat sicher, dass die Pläne von Andre Lubba umsetzbar sind. „Und was macht der Bürgermeister? Der rudert öffentlich zurück. Nichts sei in trockenen Tüchern. Pospischil fürchtet sogar, dass durch die Förderzusage der Erwartungsdruck zu groß wird!“, schüttelt Ohm mit dem Kopf.„Wie kann der Erwartungsdruck zu groß werden, wenn er ihn mit seiner Aussage im Wahlkampf selbst geschürt hat? Hat Pospischil etwa Angst davor, dass er das Projekt gegen die Wand fährt?“, fragt Wolfgang Teipel irritiert. Er sieht zumindest erste Indizien für ein Scheitern. „Warum stellt er das Projekt öffentlich infrage anstatt es zu befördern? Und warum ist an der Finanzierungsfrage noch nicht gearbeitet worden, wenn das Projekt doch auf eine Initiative der Stadt zurückgeht“, wundert sich der CDU-Fraktionschef. „Da gehe ich doch davon aus, dass das begleitend zum Antrag bei der Filmförderungsanstalt und in enger Abstimmung mit möglichen Investoren geschieht!“, so Teipel.
Angesichts der Aussagen des Bürgermeisters befürchtet die CDU, dass die Kino-Träume noch zerplatzen könnten. „Die sich bietende Chance müssen wir nutzen. Die Tür für ein Kino in Attendorn ist weit offen. Jetzt muss die Politik hindurchgehen. Wir jedenfalls sind dazu bereit“, so Ohm und Teipel.