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31.03.2017, 14:55 Uhr
Hoher Besuch bei der Stadtverbandsversammlung der CDU Attendorn
Bei der turnusmäßigen Versammlung des CDU Stadtverbandes Attendorn stand neben den Vorstandswahlen vor allem die anstehende Landtagswahl auf der Tagesordnung. Der CDU-Kandidat Jochen Ritter, ehemaliger Schüler des Rivius-Gymnasiums, erteilte in seiner Rede der von der grünen Schulministerin und Spitzenkandidatin ihrer Partei Löhrmann propagierten „eine Schule für alle“ eine klare Absage: „Das Gymnasium ist der klassische Weg zur Allgemeinen Hochschulreife.“ Wo G8 funktioniere, solle es dabei bleiben, wo nicht, soll die Schule einmalig wieder zu G9 zurück gehen können, sprach sich der ehemalige Schüler des Rivius-Gymnasiums für nötige Flexibilität, aber gegen überflüssige Reformen aus. Es müsse allerdings nicht immer Abitur und danach nicht zwangsläufig ein Hochschulstudium sein, brach er eine Lanze für die Duale Berufsausbildung.
V.r.n.l.: E.-M. Heuel (Beisitzerin), Dr. M. Heider (MdB), Landrat F. Beckehoff, H.-J. Schüttler, Landtagskandidat J. Ritter, E. Kersting (stv. Vorsitzende), S. Ohm (Vorsitzender), D. Schröder (Beisitzer), B. Salewski, R. Schöpf (stv. Vorsitzende)

Weitere Akademisierung kann sich Ritter in Form einer medizinischen Fakultät an der Uni Siegen vorstellen. Mit Landrat Frank Beckehoff wusste er sich einig, wenn es um den Erhalt der Förderschulen geht. Die Kriminalitätsstatistik, die der Landrat als Chef der Kreispolizeibehörde unlängst präsentiert hatte, sei eine Bestätigung sowohl der Struktur als auch der Arbeit der Polizei. Nichtsdestotrotz seien zusätzliche Eingriffsmöglichkeiten für die Polizei von Nöten. Genauso nötig seien konkurrenzfähige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft: „Auch in Zeiten von Digitalisierung und Automatisierung braucht Industrie Fläche.“ Überflüssig sei hingegen manche Regulierung für das Handwerk oder die Land- und Forstwirtschaft, und auch die rigiden Vorgaben der rot-grünen Landesregierung in Sachen Windkraft seien alles andere als geeignet, um eine Energieversorgung mit breiter gesellschaftlicher Akzeptanz zu gewährleisten. Für den anstehenden Wahlkampf fühle er sich aufgrund seiner beruflichen wie politischen Erfahrung gut gerüstet und setze darauf, dass substanzielle Inhalte mehr Anklang finden als Phrasendrescherei.

Der heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider berichtete aus Berlin über die derzeitigen deutsch-türkischen Beziehungen. „Wir verstehen uns mit vielen Türken und türkisch-stämmigen Deutschen sehr gut. Wir sind Freunde. Den türkischen Politikern muss aber klar sein: Türkische Innenpolitik hat in Deutschland nichts zu suchen.“ Die Nazi-Vergleiche des türkischen Präsidenten Erdogan bezeichnete Heider als „unsäglich“ und betonte: „Ich hoffe, dass die türkischen Politiker in der Türkei die Rechtsstaatlichkeit und Demokratie anwenden, die sie in Deutschland einfordern!“

Bei den turnusgemäßen Wahlen wurde S. Ohm als Vorsitzender bestätigt. R. Schöpf und B. Salewski wurden als Stellvertreter gewählt und E. Kersting übernimmt das Amt des Schriftführers und das Amt des Mitgliederbeauftragten. E.Heuel, K.Böckeler und D. Schröder wurden zu Beisitzern gewählt.

Hans-Jürgen Schüttler wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft in der CDU geehrt. Ebenfalls seit 25 Jahren sind Horst Wörenkämper und Ralf Schnell Mitglieder der CDU Attendorn. Frau Trude Becker hält der CDU seit 40 Jahren die Treue, war aber leider krankheitsbedingt abwesend.

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